Die lieben Provider
Aktualisiert: 21. Aug. 2019
Da hatte ich doch geglaubt, mein Schweizer Handy-Abo bei der Swisscom sei für die Zeit in Australien sistiert. Es sind immerhin siebeneinhalb Monate, während denen ich ihre Dienste nicht in Anspruch nehme. Nun erhielt ich diese Woche eine Rechnung besagter Firma, es seien die Monate Oktober und November zu bezahlen. Versuchte natürlich umgehend, mich mit der Swisscom in Verbindung zu setzen und regte mich schon auf, dass die das Gefühl haben, um 11:00 Uhr nicht arbeiten zu müssen. Die Zeitverschiebung liess ich dabei völlig ausser Acht. Irgendwann wurde dann auch mir bewusst, dass um 04:00 Uhr Morgens niemand für Rechnungsfragen erreichbar ist.
Nach einem längeren Telefonat mit einem Swisscom-Mitarbeiter, der sich das Ganze auch nicht erklären konnte, wurde mir versichert, ich hätte nichts zu bezahlen und solle die Rechnung einfach nicht beachten.
Zum Thema Mobilfunknetzanbierter kommt mir nocht etwas anderes in den Sinn, was ich hier auch schon mal thematisieren wollte und zwar die sogenannten Handy-Kosten. Obwohl allgemein die Preise - trifft daher vermutlich auch auf die Lebenskosten zu - ähnlich hoch sind wie in der Schweiz, sind besagte Kosten hier massiv geringer. Ich kann hier nur für Telstra, den grössten und ehemals staatlichen Provider, und Optus, den zweitgrössten im Geschäft, sprechen, da ich bei beiden Kunde bin respektive war. Beide bieten einen Prepaid - wohlgemerkt, kein Abo! - für AU$ 30.- pro Monat an - ja, es ist kein Abo. Will man den Dienst nicht nutzen, lädt man einfach den Kredit nicht auf, no big deal. Mit dem Umrechnungskurs von grob CHF 0.75 = AUD 1.- macht dies CHF 22.50. Für dieses Geld erhalte ich guten Netzempfang, gratis Telefonate auf alle australischen Standardnummern, einen Kredit von AU$ 250.- für Telefonate in fremde Mobilnetze und ins Ausland, mobiles Internet mit 4G und 2x1.3GB (Tag und Nacht) Daten zu verprassen. Es ist mir klar, dass das Ganze im Outback etwas anders aussieht, aber genau hier sind sich die Schweiz und Australien ähnlich. In der Schweiz kämpfen die Provider vermutlich mit unseren Bergen, die die Strahlen absorbieren, in Australien kämpfen sie um besseren Empfang im Outback und die Abdeckung einer grösseren Fläche. Wie also lässt sich dieser Preisunterschied erklären?
Anhang. Was ich von der Swisscom erhalte, wenn ich als U26-jähriger CHF 30.- pro Monat zahle:
- Ein Abo für 24 Monate
- teure Verbindungskosten in fremde Mobilfunknetze
- 1GB Daten
+ Okay, guten Empfang
+ Und okay, gratis Telefonate ins Festnetz, egal von welchem Provider
Notiz an mich: kontroverses Thema, besser bei der Reiseberichterstattung bleiben.


Kommentare