Cottesloe
Aktualisiert: 21. Aug. 2019
Cottesloe ist ein Bezirk von Perth, südlich des Zentrums auf dem Weg nach Fremantle gelegen, der vor allem für seinen Strand und das markante Teehaus "Indiana" bekannt ist. Der Weg vom Bahnhof zum Strand führt durch eine Allee aus hohen Nadelbäumen, beidseitig gesäumt mit prachtvollen Häusern, die teuer wirken. Ich weiss, dass jetzt ein paar Leute, die diesen Beitrag lesen, die Augen verdrehen und den Kopf schütteln, weil ich die Bäume nicht benennen kann. Aber ganz ehrlich, woher soll ich das auch wissen. Es sind schliesslich nicht gewöhnliche Tannen. Item, über einen Hügel kommend, sieht man plötzlich das Meer am Ende der Strasse, das nach diesem anstrengenden *räusper* Marsch sehr einladend wirkt. Man hat dann die Möglichkeit, am Sandstrand sein Lager aufzuschlagen, oder auf einer der dahinter liegenden Rasenterrassen, die gerade an stürmischen Tagen einen sehr guten Windschutz bieten.

Der Abschluss eines jeden Aufenthalts am Strand von Cottesloe sollte der Besuch des Cottesloe Beach Hotels sein. Dieses, speziell dessen grosser Biergarten, ist bei den Aussies für die Sunday Session sehr beliebt. Bei dieser traditionellen Zusammenkunft trifft man sich sonntags ab 16:00 Uhr auf ein Bier und lässt so das Wochenende gebührend ausklingen. In besagtem Biergarten fühlte ich mich mit Flip Flops und Rucksack völlig fehl am Platz. Die sonst legere gekleideten Australier tauchen hier erstaunlich herausgeputzt auf, Tank Tops und Flip Flops sucht man vergeblich. Auch ist es schwierig, überhaupt einen freien Stehtisch zu finden und die Lautstärke von so vielen Menschen auf engem Raum zwingt einen, seine Stimmbänder stark zu strapazieren. Die Terrasse ist dagegen weniger crowded und bietet zudem einen Blick auf den Strand. Es gibt beinahe nichts Besseres, als hier bei einem kühlen Cider den Sonnenuntergang zu geniessen und gute Gespräche zu führen.

Ich musste drei Mal hierher kommen und die Bilder anschauen, bis ich das Spezielle an Cottesloe fassen konnte und nun so davon schwärmen kann. Das zweite Mal verliessen wir den Strand kurz vor Sonnenuntergang und sahen noch vom Bahnhof aus, dass es wohl ein sehenswerter gewesen wäre. Später erfuhr ich von mehreren Personen und aus Bildern, dass wir ein einzigartiges Wetterphänomen verpasst hatten, tja.


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